Wiederherstellung von Raumfassungen in der Fürstenwohnung

     

Details von Portal und Decke im Boudoir der Fürstin (Fotos: W. M. Götter)

 

Aktuell finanziert der Freundeskreis der Burg Hohenzollern die Wiederherstellung der originalen Wand- und Deckenfassungen in den Räumen der Fürstenwohnung. Restaurator Walter Max Götter aus Hechingen musste dafür im ehemaligen Boudoir der Fürstin Josephine von Hohenzollern zunächst Farbschichten sichern, eine Trockenreinigung der Wände sowie Kittungen und Reparaturen an Stuckverzierungen vornehmen. Dazu gehören beispielsweise auch den Durchgang flankierende, vollplastische Eichhörnchenfiguren. Danach erfolgten Retuschen und Ergänzungen der ursprünglichen Vergoldung. Schritt für Schritt erhalten die Räume somit ihr einstiges Aussehen zurück und werden für die BesucherInnen der Burg wieder erlebbar.

 

Restaurierung und Elektrifizierung eines Ringdeckenleuchters

Anbringung der Leuchtmittel auf dem historischen Deckenleuchter (Foto: U. Schramm)

 

Im Rahmen der Wiederherstellungsmaßnahmen in der seit April 2022 öffentlich zugänglichen Fürstenwohnung wurde im ehemaligen Salon der Fürstin Josephine ein großer Ringdeckenleuchter gereinigt, restauriert und elektrifiziert. An der Finanzierung der durch Diplom-Restaurator Ulrich Weidauer in Meerane (Sachsen) durchgeführten Arbeit hat sich auch der Freundeskreis der Burg Hohenzollern beteiligt, so dass dieses bedeutende historische Ausstattungsstück buchstäblich wieder in neuem Glanz erstrahlen kann.

 

Aufarbeitung der Parkettböden in der Fürstenwohnung

Parkettboden im ehem. Schlafzimmer des Fürsten Carl Anton (Foto: U. Feldhahn)

 

Mit dem Saisonstart an Ostern 2022 können die Besucher der Burg Hohenzollern in ihrem Rundgang eine neue Attraktion besichtigen: Die ehemalige Fürstenwohnung im 2. Stock, die ursprünglich für das Sigmaringer Fürstenpaar Carl Anton und Josephine von Hohenzollern bei seinen Aufenthalten auf der Burg eingerichtet war. Bei den dafür notwendigen Restaurierungsmaßnahmen übernahm der Freundeskreis u.a. die Kosten für die Aufarbeitung der historischen Parkettfußböden, die durch den Hechinger Parkettlegermeister Stipe Baric von alten Wachsschichten befreit, teilweise repariert und mit neuen Pflegemitteln behandelt wurden. Während sie in einigen Räumen aus konservatorischen Gründen von Teppichen bedeckt bleiben, sind sie beispielsweise im ehemaligen Schlafzimmer des Fürsten in ihrer alten, neuen Pracht erlebbar.